Studientag


Widerstand von Jugendlichen gegen den Nationalsozialismus

Waren wirklich alle Jungen begeistert in der HJ und sind alle Mädchen mit Freude in den BDM gegangen? Standen alle hinter Hitler und glaubten an die Ideen des Nationalsozialismus? Die Antwort ist ein klares Nein.
Die Formen des Widerstandes Jugendlicher gegen den Nationalsozialismus waren vielfältig. Wenige waren so spektakulär wie Helmut Hirschs Plan, einen Sprengstoffanschlag auf das Reichsparteitagsgelände zu verüben. Wenige waren so gut organisiert wie die Flugblattaktionen der „Weißen Rose“. Oft waren es Einzelne, die ihren Unmut über das System auf verschiedene Art und Weise kundtaten. Mancher „Widerstand“ war auch gar nicht politisch motiviert, sondern entstand aus dem Bedürfnis heraus, ein selbst bestimmtes und freies Leben zu führen. Widerstand – gleich welcher Form – wurde im „Dritten Reich“ hart bestraft und erforderte daher viel Mut.

Das unangepasste Verhalten und Aussehen der Jugendlichen damals kann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigen, wie die (geforderte) Uniformität im Nationalsozialismus aussah und kann uns zum anderen den Wert von Individualität deutlich machen. In dem Studientag beschäftigen wir uns neben der „Weißen Rose“ u.a. mit dem politischen Widerstand der Arbeiterjugend, der Herbert-Baum-Gruppe, der Swing-Jugend, den Edelweißpiraten oder auch je nach Wunsch mit der Bündischen Jugend oder der Jugend in der evangelischen oder katholischen Kirche.


Zielgruppe: Jugendliche aller Schulrichtungen ab der 10. Jahrgangsstufe
Dauer: ca. 6 Stunden
Kosten: 3,60 € pro Teilnehmenden + 1,50 € Eintritt in die Ausstellung "Faszination und Gewalt"

Schülerinnen und Schüler betrachten auf dem Boden ausgelegte Bilder
Mit Hilfe von Bildern wird der Besuch des Dokuzentrums reflektiert